
One Night Exhibition and Live Sessions
Ein zweihundert Jahre alter Bau im Wald, ehemals agrarwirtschaftlich genutzt, wird für eine Nacht von Künstlerinnen bespielt.
Audiovisuelle Installationen im und um das Gebäude betten die Veranstaltung in einen Ausstellungskontext ein und distanzieren diese wiederum gleichermaßen durch den temporären Charakter und einer auf subkulturelle künstlerische Entwicklungen geschärften Perspektive.
Eine mehrkanalige Audioinstallation von dem Komponisten und Soundkünstler CHRISTOF CARGENELLI wird das sich weit ins Erdreich streckende Kellergewölbe auf seine Beschallbarkeit
untersuchen und MARTIN RILLE sowie LUKAS HEISTINGER die Aussenhaut des Gebäudes von seiner rein schützenden Funktion befreien.
Die Filmemacherin und Photographin SELMA DOBORAC beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit
abstrahierter Architektur, welche sich auch in Bezug auf die Rekontextualisierung des ursprünglich als Getreidespeicher
genutzten Veranstaltungsgebäudes lesen lässt. Der niederländische
Lichtkünstler NICO DE ROOIJ versucht wiederum
den Innen- und Aussenraum auf sensible Art in Szene zu setzen.
Innerhalb der deformierten Mauern und unter freiem
Himmel bespielen Künstler- und Musiker_innen verschiedener Genres und Hintergründe über weite Strecken frei und
miteinander interagierend den Bühnenraum. Angefangen mit CONTACT, dem neuen Live Dub Setup von SWEET
SUSIE und MANNI MONTANA, über eine Einlage von THUS & HENCE (Kai Maier-Rothe und Jakob Dietrich) bis zu
den Urgesteinen der experimentellen Elektroakustik und einigen der herausragendsten in Österreich arbeitenden
Dekonstrukteuren gängiger Soundmuster. Die entsinnende Vokalistin und Produzentin G. RIZO spielt zusammen mit
Altmeister ALOIS HUBER, dem mit seinen Live Sets bestechenden BINÄR (Tobi Lintl), dem Soundjongleur FALM
(Manfred Söllner), dem Weltklasse Drummer DDKERN (Dieter Kern), dem Filmkomponisten, Künstler und Musiker
DOMINIK TRAUN und dem eben erst mit frischem Album in neue Sounduniversen vorgedrungenen PHILIPP
QUEHENBERGER. Live und ohne Nadel. Die Distanz zum Stadtraum evoziert dabei den nötigen Freiraum von
bestehenden sub_kulturellen Feldern und der Weg dorthin begreift sich als Einrittsticket der für eine Nacht andauernden
ONE NIGHT EXHIBITION AND LIVE SESSIONS.